Projekte

SMMS

Das Projekt SMMS wird in der Zeit von 01.01.2019-31.12.2021 vom BMBF unter der Fördernummer 03KIS123-124 gefördert.


Acronym: SMMS
Titel: Stratigraphische Modellkomponenten zur Verbesserung von hochaufgelösten und regionalisierten morphodynamischen Simulationsmodellen
Fördernummer: 03KIS123-03KIS124
Laufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2021
Inhaltsangabe: Die deutsche Nordseeküste ist mit dem UNESCO-Weltnaturerbe "Wattenmeer" auf einer Länge von ca. 1.600 km eine bedeutende europäische Kulturlandschaft und unverzichtbarer Lebens- und Wirtschaftsraum. Es ist ein Lebensraum, der durch ständige Umlagerung der Sedimente am Meeresboden geprägt ist und sich in seinen Natur- und Nutzungseigenschaften ständig wandelt.
Das Projekt zielt zunächst auf eine datenbasierte geomorphologische Beschreibung der aktiven bzw. aktivierbaren „oberen Schichten“ des Meeresbodens der Deutschen Bucht, insbesondere im Bereich der morphologisch sehr aktiven sandigen Küsten, Watten und Ästuare, ab.
Hierzu werden zugehörige Basisdaten zusammengetragen und in einem dreidimensionalen Modell des Bodenaufbaus zusammengeführt. Mit der so geschaffenen Datenbasis sollen stratigraphische Modellansätze in prozessbasierten morphodynamischen Simulationsmodellen evaluiert werden.
Auf der Basis des zu entwickelnden Modells als datenbankbasierte Komposition aus Daten, Interpolationsmethoden und Softwarekomponenten werden nutzerorientierte Produkte, wie Karten, Raster oder auch Web-Dienste, abgeleitet.
Diese stehen über die IT-Infrastrukturen der MDI-DE, der BAW und des BSH einer breiten Nutzergemeinschaft kostenfrei zur Verfügung.
Das Projekt wird federführend von der smile consult GmbH und der Bundesanstalt für Wasserbau Hamburg (BAW) unter Einbindung des assoziierten Partners Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) durchgeführt.
Das um die stratigraphische Komponente erweiterte Funktionale Bodenmodell (FBM) wird, genauso wie die geplanten weiteren Modellerweiterungen, dazu beitragen, die langfristigen hydrodynamischen und meteorologischen Wirkungen auf den Meeresboden zu verstehen und zu analysieren. Damit kann die Prognose der morphologischen Entwicklung und Stabilität von Küstenabschnitten als Voraussetzung für Planungsvorgänge im Küstenschutz und der maritimen Wirtschaft wesentlich verbessert werden.
Schlüsselwörter: Nordseeküste, Wattenmeer, UNESCO-Weltnaturerbe, Meeresregionen, Sediment, Morphodynamik, Modellierung, Meeresboden, Deutsche Bucht, Wattenmeer
Kontakt:

Dr.-Ing. Andreas Plüß

Acronym: SMMS_DatabaseModel
Titel: Aufbereitung, Analyse und Bereitstellung geomorphologischer Datenbestände der Deutschen Bucht
Fördernummer: 03KIS124
Laufzeit: 31.12.2018 - 30.12.2021
Inhaltsangabe: Zentrales Ziel dieses Teilprojektes ist der Aufbau eines datenbasierten Modells der morphologisch aktiven bzw. aktivierbaren Schichten des Meeresbodens der Deutschen Bucht mit besonderer Fokussierung auf die sandigen Küsten der vorgelagerten Inseln, Watten sowie Ästuarmündungen. Hierbei werden Informationen über die vertikale heterogene Sedimentzusammensetzung (Sedimentsummenkurven), Bodenaufbau und Sedimentmächtigkeit des Gewässerbodens zusammengetragen, geprüft und anforderungsgerecht homogenisiert. Das aufzubauende datenbasierte Meeresbodenmodell wird in das bathymetrische und sedimentologische Hindcast-Simulationsmodell, das sogenannte FBM, integriert. Auf der Basis des erweiterten FBM werden konsistente Übertragungsverfahren entwickelt und nutzerspezifische Produkte, wie Karten, Raster und (fuzzy-)linguistische Beschreibungen, abgeleitet und bereitgestellt. Mit dem morphodynamischen Simulationsmodell Marina werden morphodynamische Prinzipstudien entworfen, aufgebaut, betrieben und deren Simulationsergebnisse bewertet. Abschließend werden sowohl das datenbasierte geomorphologische Hindcast-Simulationsmodell als auch das prozessbasierte Simulationsmodell Marina zur Analyse geomorphologischer Fragestellungen des Küsteningenieurwesens in ausgewählten Fokusgebieten eingesetzt.
Schlüsselwörter: datenbasiert, Hindcast, Bodenaufbau, Meeresregionen, Bathymetrie, Sediment, Morphodynamik, Morphodynamik, prozessbasiert, Simulationsmodell, Wattenmeer
Kontakt:

apl. Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Milbradt