Projekte

EasyGSH-DB

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds (mFUND) anwendungsorientierte Forschungsvorhaben, die auf eine breite Nutzung und intelligente Vernetzung von Daten aus dem Ressortbereich des BMVI in innovativen und fortschrittlichen Anwendungen abzielen.

Das Verbundprojekt EasyGSH-DB - Erstellung anwendungsorientierter synoptischer Referenzdaten zur Geomorphologie, Sedimentologie und Hydrodynamik in der Deutschen Bucht wird in der Zeit 01.02.2017 -31.12.2019 unter den Förderkennzeichen 03F0759 A - D vom BMVI durch den Projektträger mFUND (VDI/VDE Innovation + Technik GmbH) gefördert.

EasyGSH-DB Poster auf der mFUND-Konferenz am 2. August 2017 in Berlin

EasyGSH-DB Poster (EN)

EasyGSH-DB Portal zur Präsentation von Projektergebnissen

Acronym: EasyGSH-DB
Titel: Erstellung anwendungsorientierter synoptischer Referenzdaten zur Geomorphologie, Sedimentologie und Hydrodynamik in der Deutschen Bucht
Fördernummer: 19F2004A-D
Laufzeit: 31.01.2017 - 31.12.2019
Inhaltsangabe: Das Küstengebiet der Deutschen Bucht ist gekennzeichnet durch eine vielgestaltige Formation von Inseln, Wattgebieten, Prielen und Ästuarmündungen. Dadurch finden hier komplexe, nichtlineare Umformungen der Tide- und Seegangsprozesse von der freien Nordsee bis an die Küste und in die Ästuare hinein statt. Insbesondere für die seit 2008 geltende Meeresstrategierahmenrichtlinie (MSRL) sind hier umfangreiche Daten zu hydrographischen und hydrologischen Veränderungen bereitzustellen. Qualitätsgesicherte Daten für natürliche Prozessketten werden systematisch als Referenzdatensätze in einem digitalen Katalog erfasst und in Fachportalen veröffentlicht.
Ziel dieses Projektes ist es, aus den sektoralen, verteilt vorliegenden heterogenen behördlichen Datenbe-ständen flächendeckende, harmonisierte und qualitätsgesicherte Datensätze zur Geomorphologie, Sedi-mentologie und Hydrodynamik in der Deutschen Bucht für eine Zeitspanne von zunächst 20 Jahren (1996 – 2015) als Hindcast zu erstellen. Mit diesen werden datenübergreifende Analysen zu Fragen der Salz- und Sedimentdynamik generiert. Diese sollen einem breiten Kreis von Anwendern aus Forschung, Verwaltungen, der maritimen Wirtschaft, Trägern öffentlicher Belange sowie als Grundlage zur Berichtspflicht im Rahmen geltender EU-Rahmenrichtlinien über etablierte Internet-Portale im Geschäftsbereich des BMVI zur Verfügung gestellt werden.
Durch eine frühzeitige Bedarfsanalyse und projektbegleitende Abstimmung von Produktideen mit den Stakeholdern wird durch einen umfangreichen Partizipationsprozess die Praxisrelevanz und Nützlichkeit der angestrebten und entwickelten Produkte sichergestellt.
Schlüsselwörter: EasyGSH-DB, Marine Daten-Infrastruktur Deutschland, Wasser, Informationssystem, Geomorphologie, Sedimentologie, Hydrodynamik, Küstengewässer, Wattenmeer, Wasserstand, Strömung, Seegang, Sediment, Deutsche Bucht
Kontakt:

Dr.-Ing. Andreas Plüß

Acronym: EasyGSH_Dialog
Titel: Stakeholder/Bedarfe und Partizipative Produktentwicklung
Fördernummer: 19F2004D
Laufzeit: 31.01.2017 - 31.12.2019
Inhaltsangabe: Im Rahmen des Teilprojektes EasyGSH-DB_Dialog des Verbundprojekt EasyGSH-DB wird durch die Firma Küste und Raum ein Beteiligungsprozess über die gesamte Dauer des Projektverlaufs organisiert und durchgeführt. Durch einen gegenseitigen Austausch der Partner des Konsortiums mit den potenziellen Nutzern der Daten wird eine proaktive Vermittlung von Nachfrage und möglichen Angeboten organisiert. Ziel ist es, Lösungen für eine repräsentative Auswahl von Anforderungen gemeinsam mit potentiellen Nutzern zu identifizieren und praxistauglich zu entwickeln.
Die Aufgaben der Firma Küste und Raum zielen in der Hauptsache auf die Kommunikation zwischen dem Projektkonsortium und Stakeholdern ab. In der ersten Projektphase werden die relevanten Stakeholder und deren Bedarfe an Produkten identifiziert um in der zweiten Projektphase dann ausgewählte Produkte im Rahmen der Partizipativen Produktentwicklung als Prototypen entwickeln zu können.
Wichtige Zielgruppen für die Nutzung von marinen Geodaten sind sowohl Bundes-, Landes- und kommunale Verwaltungen (Verkehrs- und Umweltministerien, Küstenschutz- und Umweltbehörden etc.), öffentliche Institutionen aus der Forschung (Meereskunde, Küsteningenieurwesen, Umweltwissenschaften, etc.), als auch die Öffentlichkeit, bestehend aus NGOs (Umweltverbände, Umweltschutzorganisationen, Tourismus, Seglerverband etc.) sowie die Wirtschaft (Energieerzeuger, Ingenieurbüros, Fischerei, etc.). Ziel ist es möglichst alle relevanten Gruppen in den Partizipationsprozess miteinzubeziehen.
Um dies zu gewährleisten erfolgt in der ersten Prozessphase eine umfangreiche Analyse,
i) der bereits bestehenden Produkte die aktuell seitens der Projektpartner aber auch über andere Quellen zu den Themenfeldern geomorphologische und hydrologische Basisdaten erhältlich sind,
ii) welche relevanten Stakeholder für den Bereich der deutschen Bucht einzubinden sind. In Abstimmung mit den Konsortiumspartnern und der Bereitschaft der identifizierten Stakeholder wird der Grad der weiteren Einbindung in das Projekt festgelegt.
iii) der Bedarfe der identifizierten Stakeholder. Dazu werden ausgewählte Stakeholder in Form strukturierter Interviews konsultiert und zu Bedarfen und bestehenden Defiziten befragt.
iv) der identifizierten Produktbedarfe, die sich aus der Analyse von Bedarfen und Defiziten ergeben haben. In einem gemeinsam mit den Stakeholdern und Konsortiumspartnern durchgeführtem Ab-stimmungsprozess werden die (weiter) zu entwickelnden Produkte ausgewählt.
In der zweiten Projektphase wird basierend auf den Ergebnissen der Analysen eine Partizipative Produkt-entwicklung für die ausgewählten Produktbedarfe durchgeführt. Ziel ist es gemeinsam mit den Stakehol-dern anwendungsreife und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.
In der vorgeschalteten Dialogphase geht es hauptsächlich um den engen Austausch zwischen dem Projektkonsortium und den Nutzern der zu entwickelnden Produkte. Um anwenderfreundliche und auf den jeweiligen (genannten) Bedarf bezogene Produkte zu entwickeln, wird dieser Austausch in Form von Einzelgesprächen und Workshops mit den jeweiligen Stakeholdern organisiert.
In der anschließenden Phase des Prototyping erfolgt die Weiterentwicklung zu prototypischen Produkten für ausgewählte Anwendungsfälle. Die Gebrauchstauglichkeit wird durch eine interaktive Abstimmung anhand von Testläufen sichergestellt, in die alle Konsortialpartner und die relevanten Stakeholder eingebunden werden.
Schlüsselwörter: EasyGSH-DB, Wasser, Informationssystem, Stakeholderbeteiligung, Stakeholderanalyse, Partizipation, Bedarfe, Defizite, Dialog, Partizipative Produktentwicklung, Prototyping, Deutsche Bucht
Kontakt:

Dr. Jürgen Meyerdirks